






© Judith Meyer 2011
© Judith Meyer 2011
Warum gesunder Schlaf wichtig ist.
Zuwenig Schlaf macht krank, dumm und dick. Das hört sich zwar übertrieben an, ist es aber nicht. Jeder einzelne Punkt lässt sich wissenschaftlich belegen. Umso wichtiger ist es, auf seinen Schlaf zu achten und Bedingungen zu schaffen, die ihn ermöglichen.
Ein ungestörter Schlaf ist notwendig für wichtige Erholungsvorgängen. So wird das
Wachstumshormon, das u.a. für die Regeneration erforderlich ist, nur während des
Schlafes ausgeschüttet. Ebenso wird das Immunsystem während des Schlafes gestärkt.
Gestörter Schlaf dagegen führt zu einem geschwächten Immunsystem, was zu ernsthaften
Erkrankungen führen kann. Auch Verdauung und das Herz-
Was ist Schlaf?
Der Schlaf ist Bestandteil des körperlichen Ruhe-
Der Schlafzustand ist kein Ruhezustand in dem Sinne, dass wir weniger Energie verbrauchen
in dieser Zeit. In Wirklichkeit sind wir im Schlaf genauso aktiv wie im Wachzustand,
wir verbrauchen die gleiche Energie, wie wenn wir wach sind. Aber nicht nach außen
ist unsere Aktivität gerichtet, sondern nach innen, um die notwendigen Speicherungs-
Im Schlaf wechseln wir immer wieder zwischen leichtem und tieferem Schlaf. Untergliedert
in verschiedene Stadien (1 bis 4 und REM) zeigt sich im Schlaf ein regelmäßiger 90
Minuten Rhythmus, der dazu führt, dass wir alle eineinhalb Stunden fast wach werden
(vor oder nach dem REM-
Die rhythmische Gliederung ist ein wesentliches Charakteristikum des Schlafes, ein weiteres ist die Verteilung des Tiefschlafes. Dieser wohl wichtigste Teil des Schlafes tritt nur in den ersten vier bis fünf Stunden nach dem Einschlafen auf. Das bedeutet, dass wir nach fünf Stunden nur noch einen leichten Schlaf haben, aus dem wir schneller erwachen. Es gibt beträchtliche Unterschiede an Schlafbedürfnis zwischen einzelnen Personen. Der eine benötigt nur fünf Stunden, der andere braucht zehn Stunden, um sich ausgeschlafen zu fühlen.
Der Schlaf ist ein empfindlicher Zustand, der gewisser äußerer Bedingungen bedarf, um ungestört vonstatten zu gehen. Hierzu gehören eine ruhige Umgebung, dunkle Räume, angemessene Liegemöglichkeiten, die den normalen Schlafablauf nicht behindern. Es müssen nächtliche Bewegungen im Schlaf ebenso möglich sein, wie eine Absenkung der Körpertemperatur mit nachfolgendem Wiederanstieg. Körperwärme wird über die Haut (Transpiration) abgeführt, weshalb wiederum eine abfuhr der Feuchtigkeit erforderlich ist. Eine Behinderung der physiologischen Vorgänge führt zu gestörtem Schlaf.
Was kann ich selber für einen gesunden Schlaf tun?
Achten Sie darauf, dass Schlafzimmer und Bett schlaffördernd sind. Raumtemperatur,
Lichtverhältnisse und Lärmpegel können den Schlaf erheblich beeinflussen. Ebenso
ist auf Bett und Bettwäsche zu achten. Die Matratze sollte punktelastisch sein und
ebenso wie das Oberbett Feuchtigkeit aufnehmen und ableiten können. Hier sind oft
individuelle Gewohnheiten ausschlaggebend. Im Bett sollten Sie weder arbeiten noch
fernsehen oder essen. Der Körper soll das Bett nur mit Schlaf in Verbindung bringen.
Verbringen Sie nicht zu lange Zeit im Bett, verkürzen Sie eher die Zeit, so wird
dann die Zeit im Bett meist effektiver mit Schlaf gefüllt. Wenn man nachts im Bett
nicht schlafen kann, sollte man aufstehen und etwas tun und erst wieder ins Bett
gehen, wenn man wieder müde ist. Oder man genießt das entspannte Liegen, anstatt
sich Sorgen über den Schlaf zu machen. Falls man zu einer bestimmten Zeit nicht einschlafen
kann, sollte man eine halbe Stunde früher oder später zu Bett gehen. Wir werden von
einem 90 Minuten Ruhe-
Nach Prof. Dr. Jürgen Zulley
Deutsche Akademie für Gesundheit und Schlaf
(DAGS) Regensburg
Buchtipp
Prof. Dr. Jürgen Zulley
„So schlafen Sie gut!“
Zabert Sandmann, München 2008
ISBN-
